Die aktuellen Zahlen zeigen, dass die Leiharbeit jetzt im Aufschwung boomt und dies zu Lasten von regulärer Beschäftigung geschieht.
Immer mehr Unternehmen greifen auf das Instrument der Leiharbeit zurück, um damit Löhne zu drücken und Kosten zu senken. Das geht eindeutig am ursprünglichen Prinzip vorbei, durch Leiharbeit Auftragsspitzen abzufedern. Mittlerweile wird Leiharbeit zur Regel. Leiharbeitskräfte müssen für weniger Lohn und zu schlechteren Bedingungen arbeiten. Mehr Leiharbeit erhöht den Druck auf die Stammbelegschaft. Die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes steigt durch die Konkurrenz durch billigere Arbeitskräfte.
Durch die Leiharbeit entsteht ein Arbeitsmarkt mit Beschäftigten erster und zweiter Klasse. Die Bundesregierung muss endlich diesen Trend stoppen und die Leiharbeit wieder zu einem sozialverträglichen Instrument reformieren. Wir fordern eine Regulierung der Leiharbeit. Der Gleichbehandlungsgrundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ muss durchgesetzt werden. Für einsatzfreie Zeiten fordern wir einen Mindestlohn. Insgesamt dürfen Leiharbeitskräfte nicht schlechter gestellt werden als Stammbelegschaften – im Gegenteil: Leiharbeitskräfte unterliegen besonderen Flexibilitätsanforderungen, die mit einem Bonus in Höhe von 10 Prozent des Bruttolohnes honoriert werden sollen.



