Gute Arbeit im Green New Deal – ein guter Deal für Frauen

Beim Workshop „Wie entsteht Solidarität?“ habe ich mit ca. 30 Teilnehmerinnen über die aktuelle Situation der Frauen auf dem Arbeitsmarkt diskutiert. Frauen fehlt eine eigenständige Absicherung und Frauen sind noch immer auf dem Arbeitsmarkt benachteiligt. Im Workshop gab es Fakten und grüne Forderungen.

 

Gerade für viele Frauen bedeutet der Wandel in der Erwerbsarbeit Teilzeitbeschäftigung, Minijobs, befristete Arbeitsverträge und auch Leiharbeit. Frauen sind überproportional im Niedriglohnbereich beschäftigt. Frauen verdienen noch immer 23% weniger als Männer. Sie sind nicht eigenständig abgesichert und im Alter droht Altersarmut. Unsere Forderung ist „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ und vor allem ein gesetzlicher Mindestlohn. Ein eigenständiger Anspruch bei Erwerbslosigkeit sowie Rentensplitting und eine Garantierente.

 

Wir Grünen wollen einen ökologischen Strukturwandel. Aber das reicht alleine nicht aus. Auch die Arbeitsbedingungen müssen verbessert werden. Frauen brauchen ein Mindestmaß an sozialer Sicherheit und sie sollen von ihrer Arbeit leben können. Der Geschlechtervertrag muss neu verhandelt werden und den veränderten Lebensrealitäten Rechnung tragen. Mehr männliche Ingenieure in die „Erneuerbaren“ und mehr Pflegerinnen zu Hungerlöhnen in die Krankenhäuser sind nicht der Deal, den wir meinen. Wenn wir die Wirtschaft nachhaltig, ökologisch und sozial ausgewogen umkrempeln wollen, brauchen wir einen Gesellschaftsvertrag, der schon in der Schule Mädchen und Jungen ein breiteres Berufswahlspektrum eröffnet und gleiche Chancen auf eigenständige Lebensentwürfe bietet. GRÜN steht für Jobs mit Zukunft, sinnvolle und gute Arbeit sowie einen Existenz sichernden Lebensunterhalt für Frauen und für Männer, mit dem sie ihr Leben nicht nur bestreiten, sondern auch gestalten können.

 

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